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	<title>Comments on: Slow Media als Diät</title>
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	<description>Das Blog über Slow Media - &#60;a href=&#34;http://slow-media.net/manifest&#34;&#62;Was sind Slow Media?&#60;/a&#62;</description>
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		<title>By: slow media &#187; Über das Fasten</title>
		<link>http://www.slow-media.net/slow-media-als-diat/comment-page-1#comment-177</link>
		<dc:creator>slow media &#187; Über das Fasten</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 22:58:46 +0000</pubDate>
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		<description>[...] und Diät sind Begriffe, die im Zusammenhang mit Slow Media an verschiedenen Stellen auftauchen, wenn es um den Wunsch nach Heilung einer von manchen empfundenen Überforderung geht, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] und Diät sind Begriffe, die im Zusammenhang mit Slow Media an verschiedenen Stellen auftauchen, wenn es um den Wunsch nach Heilung einer von manchen empfundenen Überforderung geht, [...]</p>
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		<title>By: Sebastian</title>
		<link>http://www.slow-media.net/slow-media-als-diat/comment-page-1#comment-49</link>
		<dc:creator>Sebastian</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Jan 2010 16:58:25 +0000</pubDate>
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		<description>Mit zunehmendem Abstand zum ersten Lesen des Manifests scheint sich für mich die diskursive Blase um ein neues (bzw. in den deutschen Sprachraum neu importiertes) Buzzword leider als eben solche zu erweisen: Vor allem Spannung an der Oberfläche. Medientheoretische bzw. -didaktische Gemeinplätze werden in modischer Manifest-Form unter neuem Label aggregiert, als &quot;slow&quot; bezeichnet und dann wird munter entlang einer neuen Unterscheidung operiert (&quot;Medium x ist &quot;slow&quot; (d.h. &quot;gut&quot;), gdw. es Kriterium y erfüllt oder in Weise z gehandhabt wird.&quot;). 

Damit soll einigen Kerngedanken einzelner Thesen des &quot;Manifests&quot; in keiner Weise ihre Berechtigung abgesprochen werden, Qualität beispielsweise ist für viele Funktionen von Medien eine zentrale Forderung (ob für Journalismus im System der Massenmedien, für die Programme der Wissenschaft etc. - kontextabhängig und relativ zum jeweiligen Medium und seiner Funktion); ich frage mich nur, welche Funktion das Manifest selbst erfüllen soll, auf welches Problem es eine Antwort geben mag, kurz: wozu das alles? Dass es bei Veränderungen im Zuge des Wandels gesellschaftlicher Hauptverbreitungsmedien zu Irritationen kommt, ist bekannt. Dass Gesellschaften Wege finden müssen, mit diesen Herausforderungen umzugehen, sich auf sie &quot;einzustellen&quot;, ebenso. Und auch die Erkenntnis, dass Errungenschaften als Resultat der Beschäftigung mit und in vorangegangenen Medien nicht ad hoc über Bord geworfen werden, ist gleichermaßen sinnvoll wie offensichtlich (so wird Sprache nach gewissen Regeln benutzt - die zwar wandelbar sind, aber nie völlig aufgegeben werden). Das Schlagwort &quot;slow media&quot; als Alarmsignal, Gedächtnisstütze, normativ aufgeladenes Immunsystem? Ein heroisches Statement, das den mahnenden Zeigefinger nutzt - aber davor warnt?

Mein Fazit: Es wurde eine arbiträre Unterscheidung eingeführt, durchdekliniert und (wie auch anders?) in der Praxis bestätigt gefunden. Natürlich lässt sich so arbeiten (und man kann dann Luhmanns Zettelkasten oder ein Kochbuch in die neue Kategorie ein- oder aussortieren). Ein Schritt nach hinten (eine neue Unterscheidung, die eben jene erste beobachtet) offenbart dann aber genau diese Arbitrarität. Ich hoffe jedenfalls, hier noch ein paar Hintergründe zur Eurer Initiative zu erfahren. Vielleicht wird mir dann auch klarer, wie das Vorhaben &quot;Slow Media Manifest&quot; gemeint sein könnte… &quot;slow&quot; um der slowness Willen kann nicht die Antwort sein. Und absolute Qualität jenseits des jeweiligen medialen Kontextes auch nicht, oder?

Bin gespannt. Beste Grüße, Sebastian

[cross-kommentiert in &quot;Slow Media als Diät&quot; und &quot;Das Slow Media Manifest&quot;]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit zunehmendem Abstand zum ersten Lesen des Manifests scheint sich für mich die diskursive Blase um ein neues (bzw. in den deutschen Sprachraum neu importiertes) Buzzword leider als eben solche zu erweisen: Vor allem Spannung an der Oberfläche. Medientheoretische bzw. -didaktische Gemeinplätze werden in modischer Manifest-Form unter neuem Label aggregiert, als &#8220;slow&#8221; bezeichnet und dann wird munter entlang einer neuen Unterscheidung operiert (&#8220;Medium x ist &#8220;slow&#8221; (d.h. &#8220;gut&#8221;), gdw. es Kriterium y erfüllt oder in Weise z gehandhabt wird.&#8221;). </p>
<p>Damit soll einigen Kerngedanken einzelner Thesen des &#8220;Manifests&#8221; in keiner Weise ihre Berechtigung abgesprochen werden, Qualität beispielsweise ist für viele Funktionen von Medien eine zentrale Forderung (ob für Journalismus im System der Massenmedien, für die Programme der Wissenschaft etc. &#8211; kontextabhängig und relativ zum jeweiligen Medium und seiner Funktion); ich frage mich nur, welche Funktion das Manifest selbst erfüllen soll, auf welches Problem es eine Antwort geben mag, kurz: wozu das alles? Dass es bei Veränderungen im Zuge des Wandels gesellschaftlicher Hauptverbreitungsmedien zu Irritationen kommt, ist bekannt. Dass Gesellschaften Wege finden müssen, mit diesen Herausforderungen umzugehen, sich auf sie &#8220;einzustellen&#8221;, ebenso. Und auch die Erkenntnis, dass Errungenschaften als Resultat der Beschäftigung mit und in vorangegangenen Medien nicht ad hoc über Bord geworfen werden, ist gleichermaßen sinnvoll wie offensichtlich (so wird Sprache nach gewissen Regeln benutzt &#8211; die zwar wandelbar sind, aber nie völlig aufgegeben werden). Das Schlagwort &#8220;slow media&#8221; als Alarmsignal, Gedächtnisstütze, normativ aufgeladenes Immunsystem? Ein heroisches Statement, das den mahnenden Zeigefinger nutzt &#8211; aber davor warnt?</p>
<p>Mein Fazit: Es wurde eine arbiträre Unterscheidung eingeführt, durchdekliniert und (wie auch anders?) in der Praxis bestätigt gefunden. Natürlich lässt sich so arbeiten (und man kann dann Luhmanns Zettelkasten oder ein Kochbuch in die neue Kategorie ein- oder aussortieren). Ein Schritt nach hinten (eine neue Unterscheidung, die eben jene erste beobachtet) offenbart dann aber genau diese Arbitrarität. Ich hoffe jedenfalls, hier noch ein paar Hintergründe zur Eurer Initiative zu erfahren. Vielleicht wird mir dann auch klarer, wie das Vorhaben &#8220;Slow Media Manifest&#8221; gemeint sein könnte… &#8220;slow&#8221; um der slowness Willen kann nicht die Antwort sein. Und absolute Qualität jenseits des jeweiligen medialen Kontextes auch nicht, oder?</p>
<p>Bin gespannt. Beste Grüße, Sebastian</p>
<p>[cross-kommentiert in "Slow Media als Diät" und "Das Slow Media Manifest"]</p>
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