Was vom Druck übrig blieb

Gestern war Sperrmüll bei der Druckerei nebenan. Nachdem ich gestern schon ein großes O und drei Schubladen mit zu mir nach Hause genommen habe, bin ich heute morgen noch einmal an derselben Stelle vorbeigekommen. Der Sperrmüllwagen mit der großen Müllpresse hatte schon die sperrigen Müllberge in seinem Inneren verdaut und war weitergefahren. Die städtischen Angestellten hatten die kleinteiligen Reste in vorbildlicher Weise auf dem Bürgersteig zusammengekehrt. Trotzdem fand ich in den Winkeln des Kopfsteinpflasters noch winzige Lettern, winzig, zu klein für den Kehrbesen.

Und beim Anblick dieser winzigen ös und is und einem zierlichen c mit mikroskopischem Cedille kommt mir ein Gedanke: Wie unglaublich mühselig es war, etwas mit diesen winzigen Lettern aufs Papier zu bringen. Fingergeschick, Augenmaß, Laufweite, Winkelhaken, krummer Rücken. Und heute klickt man auf “publish” und fertig.

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