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Medien und andere Artefakte verändern sich kontinuierlich. Irgendwann landen sie entweder auf einer Roten Liste (der Verkehrsmittel, der Medien, der Zielgruppen etc.) oder sie werden gentrifiziert.

Zeitungen, die früher der Grundversorgung mit Nachrichten dienten, werden zum mobilen Ausweis von Bildung und Kultiviertheit. Das Logo der Zeitung ist auch aus mittlerer Entfernung besser lesbar als der entsprechende Webseitenheader auf dem iPad. Genauso wie die Transatlantikschiffahrt nur noch wenig mit Mobilität und viel mit Arriviertheit zu tun hat.

Ich verlasse Hamburg mit dem Zug.

Social Media statt Peer Review

Die Diskussion über die Plagiate in der Doktorarbeit von zu Guttenberg war, das habe ich schon deutlich gesagt, meiner Meinung nach falsch gelagert. Viel zu oft wurde ein Einzelfall daraus hergeredet, wo ich überzeugt bin, in Wahrheit akademische Praxis dahinter zu erkennen.

Jetzt bekommt das Thema aber Fahrt, und es zielt, wie ich finde, genau richtig. Auf plagipedi.wikia.com beginnt die Aufarbeitung anderer Dissertationen in gleicher Weise, wie es bei Guttenberg zum Erfolg führte. Ob Merkel, Westerwelle oder Wiefelspütz – jeder ist verdächtig und soll gecheckt werden.

Warum sollte ein solches System nicht allgemein zur Qualitätssicherung wissenschaftlicher Veröffentlichungen Schule machen? Im Grunde handelt es sich um eine erweiterte Form der Peer-Review. Letztere krankt schließlich immer daran, dass nur innerhalb des Systems gearbeitet wird. Groß ist das Risiko, dass nur “anerkannte” (sprich etablierte und nicht wirklich neue) Gedanken von den Reviewern akzeptiert werden; und noch größer, dass “eine Krähe der anderen kein Auge aushackt” …

Also: Social Media Review als Grundlage für die Slow Thesis, die gute, wertvolle Doktorarbeit.

Mehr zum Thema:
“Wir sind durch die Hölle gegangen”
Über das Hinterfragenwagen und den Luxus von Moral
Metaphysik, Spekulation und die “dritte Kultur”

Slow Advertising

Santa e pia rusticità!

He has no time to be anything but a machine.
Henry David Thoreau

.

Die Frage, ob es so etwas wie Slow Advertising geben kann, verfolgt uns seitdem wir letztes Jahr unser Manifest geschrieben haben. Kann Werbung nach den von uns formulierten Regeln der Langsamkeit funktionieren?

Einige der Regeln sind ganz klar werberisches Wunschdenken: progressive Werbung, die sich von selbst verbreitet, sich nachhaltig in den Köpfen festsetzt und auch noch dank Monotasking die alleinige Aufmerksamkeit des Konsumenten erzielt – gibt es aus Agentursicht schöneres?

Andere der Prinzipien scheinen nicht so recht zur Werbung zu passen: Qualität, Perfektionierung, Dialog, Zeitlosigkeit, Aura, Glaubwürdigkeit – und natürlich generell die Lust an der langsamen, genussvollen Entfaltung. Das sind Dinge, die viel zu selten in Print-, TV- oder Onlinewerbung spürbar werden.

Wenn man die beiden Begriffe vertauscht, wird aus der langsamen Werbung auf einmal Werbung über Langsamkeit. Dafür gibt es in letzter Zeit zwei sehr eindrucksvolle Beispiele aus der Automobilindustrie. Auf den ersten Blick wirkt das seltsam – warum sollte sich die Automobilindustrie mit der Slow-Bewegung auseinandersetzen? Aber je länger man sich damit auseinandersetzt, desto schlüssiger wird das alles. Gerade wer Autos baut, ist gezwungen über das Verhältnis von Geschwindigkeit und Langsamkeit nachzudenken. Automobilbauer sind Experten für Be- und Entschleunigung.

Mit Entschleunigung ist dabei nicht der ruhende Verkehr vulgo Stau gemeint – genausowenig wie Slow Media bedeutet, beim Lesen jeden Buchstaben einzeln vorzutragen oder mit einem 9.600-Baud-Modem im Internet zu surfen. Entschleunigung kann für einen Automobilbauer vielmehr bedeuten, den Innenraum des Autos als eine Art Zeitkapsel zu bauen, der den Fahrer zu einer Art unbewegten Beweger macht. Mit diesem Gedanken spielt jedenfalls Volkswagen, wenn der neue EOS als “Auszeit-Auto” positioniert wird, als eine Art Slow-Oase auf Rädern. Der Beginn des Clips wirkt wie eine Filmhochschulabschlussarbeit zu Schirrmachers Payback, aber der Claim sitzt:

Filmisch viel stärker tritt die Antithese auf: der fantastische Clip für den Mercedes CLS, der hier als echter Landlust-Killer präsentiert wird. In dem Film trifft man auf einen Aussteiger – Aussteiger eher im Thoreauschen Sinne und weniger als Dschungelcampbewohner – der ein Leben lebt, das wie eine Verfilmung von Petrarcas Lob der vita rustica wirkt. Erst die Begegnung mit dem Auto überzeugt den Protagonisten, das Landleben aufzugeben – ob er tatsächlich wieder für immer in die lasterhafte Stadt zurückkehrt, bleibt (glücklicherweise) offen.

Dazu passt der scheinbar nicht mehr zu bremsende Höhenflug von neopetrarkischen Zeitschriften, allen voran die LandLust aus dem Landwirtschaftsverlag. Man kann das falsch interpretieren als Flucht aus der schnellen Welt der Großstadt. Aber wenn man auf die Zahlen blickt, sieht man, dass diese Zeitschriften ihre Leser nicht so sehr in der Großstadt finden, wie auf den Mittel- und Kleinstädten auf dem Land. Also bei Leuten, die schon längst in ein anderes Leben geflüchtet werden.

Semaphore

Georg Scholz (1890-1945):
Kakteen und Semaphore, 1923.

LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster / Rudolf Wakonigg. Abbildung mit freundlicher Genehmigung.

Eh mon Dieu, oui, un télégraphe. J’ai vu parfois au bout d’un chemin, sur un tertre, par un beau soleil, se lever ces bras noirs et pliants pareils aux pattes d’un immense coléoptère, et jamais ce ne fut sans émotion, je vous jure, car je pensais que ces signes bizarres fendant l’air avec précision, et portant à trois cents lieues la volonté inconnue d’un homme assis devant une table, à un autre homme assis à l’extrémité de la ligne devant une autre table, se dessinaient sur le gris du nuage ou sur l’azur du ciel, par la seule force du vouloir de ce chef tout-puissant.
Dumas, Der Graf von Monte Christo

Der Chappe-Telegraf überträgt Nachrichten durch ein Alphabet, das mittels eines beweglich in der Mitte aufgehängten Balken mit je einem klappbaren Ausleger an jeder Seite durch die unterschiedlichen Stellungen dieser drei Bauteile kodiert ist. Balken senkrecht, beide Auleger rechts (vom Sender aus gesehen), bedeutet z. B. die Zahl “40”. Unter Napoleon wurden Telegrafenlinien in Form von Türmen mit solchen Semaphoren auf dem Dach quer durch Frankreich und die besetzten Gebiete angelegt, um schnellstens Nachrichten von einem Truppenteil zum anderen zu transportieren.

Im Frankreich, in das Edmond Dantes nach vierzehn Jahren Haft als Graf von Monte-Christo zurrück kehrt, spielen die Semaphore längst eine ganz andere Rolle: es sind die – wie man heute so schön sagt – Nervenstränge der Volkswirtschaft und es sind nicht mehr die Truppenbewegungen, für die sich die Empfänger interessieren, sondern Bewegungen an den Börsen.

Wie ein Astronom blickt der Mann, der den Telegraphen besetzt, tag ein tag aus in den Himmel – aber nicht um Sterne zu beobachten. In seinem Fernrohr sieht er “Ein Insekt mit einem weißen Bauch und schwarzen Krallen.”, so beschreibt der Graf von Monte-Christo seine Faszination über die Semaphore und erkennt: es ist zum ersten mal, dass indirekt und doch fast unmittelbar die Gedanken des einen Menschen in wenigen Augenblicken über eine Strecke von mehreren Tagesreisen zu einem anderen transportiert werden. Aber Edmont ist kein Kaspar Hauser, der nur über die technischen Neuheuten staunt; er erkennt sofort, wie er die Telegraphie für seine Zwecke – die Rache – dienstbar machen kann. In unseren Worten: er nutzt eine Sicherheitslücke im Protokoll und startet einen Man-in-the-Middle-Angriff. Er besticht den Telegraphen-Operator und lässt durch eine Falschmeldung eines Umsturtzes in Spanien in Paris die Börse baissieren um seinen Widersacher von einst, den Bankier Danglar zu ruinieren.

Tatsächlich beginnt mit den Semaphoren von Claude Chappe das Zeitalter der Telekommunikation. Zum ersten Mal ist es möglich, nicht nur einfache Ja/Nein-Meldungen zu vorher vereinbarten Fragen zu senden, wie dies durch Rauchzeichen oder das Schwenken von Fackeln seit dem Altertum gehandhabt worden war.

Telekommunikation vermittelt etwas konkretes über eine Distanz hinweg; das Original der Botschaft – der denkende, fühlende, sprechende Mensch, der sie sendet – bleibt im Moment des Empfangens unerreichbar, wie die Sterne, die der Astronom am Himmel beobachtet, um im Bild aus dem Graf von Monte-Christo zu bleiben. Wie die Fotografie, die etwa zeitgleich aufkommt, verändert die Telegrafie die Aura, jenes Gefühl von Unmittelbarkeit oder Unnahbarkeit, durch das wir von den Objekten unserer Wahrnehmung manchmal uns wie von einem Hauch berührt finden, das früher eng verbunden war, mit dem Numinosen, dem Charismatischen und schließlich noch dem originalen Kunstwerk.

Es ist genau dieses Gefühl, das Georg Scholz in seinem Gemälde einfängt: Im Vordergrund liegen Glühbirnen, die Leitfossilien der futuristischen Bewegung, die nicht zuletzt die Semaphore in ihrem letzten Rückzugsgebiet verdrängen, den Formsignalen der Eisenbahn, wie sie heute nur noch gelegentlich in den Gärten der Bahnfreunde zu sehen sind. Die Semaphore stehen rätselhaft hinter einer dichten, grünen Hecke vor einem abendroten Himmel, der zum Zenith hin bereits in nächtliches Dunkel fällt. In Ruhestellung. Rätselhaft auch das helle, weiße Licht, dass von einem, für den betrachter unsichtbaren Sprossenfenster von hinten in den Raum strahlt, sich in den Glühbirnen spiegelt und die Kakteen scharf beleuchtet. Ein Vorhang, wie ein Schleier, weht links vor dem Fenster; fällt er ganz darüber, droht er, den Blick auf die Signale gänzlich zu verschleiern.

Mit den Semaphoren war die Verschlüsselung von Zeichen in maschinell übertragbaren Code geboren. Eine Vielzahl von Erfindern entwickelten daraus und mit der kurz zuvor entdeckten Elektrizität in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts unterschiedliche Technologien zur Signalübertragung über weite Strecken – perfektioniert durch den Morse-Telegraf und schließlich durch die kabellose Telegrafie, Anfang des 20. Jahrhunderts durch Marconi und Braun eingeführt wurde. Damit waren die Semaphore, die optischen Telegrafen, überflüssig geworden.

Routen

So wenig als möglich sitzen;
keinem Gedanken Glauben schenken,
der nicht im Freien geboren ist und bei freier Bewegung –
in dem nicht auch die Muskeln ein Fest feiern.
(Friedrich Nietzsche)

Gestern passten endlich einmal wieder Terminkalender und Wetter zusammen, so dass ich mit dem Fahrrad die insgesamt 34km zur Arbeit und wieder zurück fahren konnte. Ein bisschen ist das Fahrradfahren durch die Stadt wie das Flanieren – wenn man sich die Zeit dafür nimmt und auch nach rechts und links schaut. Ist Walter Benjamin ein Radler gewesen? Ich denke nicht. Aber zu Benjamins Zeit waren die Autos wohl eher das, was die Räder heute sind.

Besonders angenehm ist an einem solchen Sommertag mit Temperaturen über 30 Grad natürlich die Fahrt aus der Stadt hinaus. Man spürt mit jedem Kilometer, wie das Städtische weicht. Am Stiglmaierplatz und in der Papenheimstraße spürt man noch ganz deutlich die Stadt (obwohl es gar nicht so lange her ist, dass dort, wo heute der Augustinerbiergarten ist, vor den Toren der Stadt die Verbrecher hingerichtet wurden) und radelt an ehemals staatstragend-repräsentativen Bauwerken wie die massige Oberpostdirektion mit ihrem expressionistischen Gebäudeschmuck vorbei – heute hat sich irgend ein halbgebildeter Gentrifizierer in der Hoffnung auf zahlungsfreudige Werbeagenturmieter die sinnfreie Bezeichnung “Art-Deco-Palais” dafür ausgedacht.

Viel zu oft radelt man in der Stadt in einem Pulk. Hier ist die Bezeichnung “Individualverkehr” für das Fahrrad eigentlich gar nicht mehr zutreffend. Die Fahrradkolonne ist in Wirklichkeit schon längst ein öffentliches Personennahverkehrsmittel. Je weiter man sich aber vom Zentrum entfernt, desto mehr Platz hat man zum Fahren. Immer häufiger trifft man auf andere Radfahrer, die nicht in die selbe Richtung fahren, sondern einem entgegenkommen oder den eigenen Weg kreuzen. In der Stadt scheint alles in eine Richtung zu fahren: in die Vorstadt.

Je öfter man denselben Weg zu und von der Arbeit nimmt, desto mehr wird der Weg zur Route, deren Verlauf sich fast schon körperlich in einen hineinschreibt. Meine Route sagt mir genau, an welcher Stelle ich eine Straße überquere und wo ich an einer Ampel stehenbleibe. Sogar die Variationen sind von der Route festgelegt. An mehreren Stellen habe ich die Möglichkeit, von der schnellsten, kürzesten, am besten befahrbaren Route abzuweichen. Aber es sind keine spontan gewählten Veränderungen des Weges, sondern so etwas wie “Standardabweichungen”. Alles andere wäre schon Verfahren. An dieser Stelle hat das Radfahren nicht mehr sehr viel mit dem Flanieren zu tun, wie wir uns das aus 160 Jahren Abstand vorstellen. Wahrscheinlich waren aber auch die professionellen Flaneure des 19. Jahrhunderts viel stärker auf ihre jeweiligen Pfade oder Routinen festgelegt als der Begriff des ungezwungenen, ziellosen Flanieren es uns heute suggeriert.

Wer Tag für Tag immer dieselbe Route nimmt und dabei wenigstens ein bisschen flaniert, wird sensibilisiert für alle Veränderungen, die sich auf dem Weg ereignen. Plakate werden überklebt, Häuser werden abgerissen und neu gebaut, Vorstadtidyllen werden zu Hauptverkehrsachsen oder nationalsozialistische Vorzeigesiedlungen verwandeln sich in, nun ja, ehemals nationalsozialistische Vorzeigesiedlungen mit Stoffsegeldekoration und Buddhastatuen. Manche Veränderungen passieren so langsam, dass man sie ohne den Zeitrafferblick des täglichen Vorbeifahrens gar nicht so richtig erkennt.

Die Gleise der ehemalige Straßenbahnlinie 16 zum Beispiel, die noch bis in die 1980er Jahre zum Lorettoplatz gefahren ist, wachsen von mal zu mal dichter zu, bis man sie kaum noch erkennen kann. Jetzt sollen sie endgültig entfernt werden und an ihrer Stelle soll ein Naturlehrpfad entstehen. Nicht dass ich der Meinung wäre, man müsse alles konservieren und auch die ehemalige Verkehrsinfrastruktur, die viel mehr verrät über das Bild der Stadtplaner von ihrer Stadt als die programmatische Literatur des städtischen Bauamts, unter Denkmalschutz stellen. Aber zumindest dokumentieren sollte man die Spuren, die noch übrig geblieben sind von der Zeit, in der man mit der Straßenbahn auf die Gräber gegangen ist und nicht wie heute mit dem Bus. Überhaupt lässt sich der Rückbau des städtischen Schienenverkehrs hin zum Busverkehr an diesem Beispiel sehr deutlich sehen.

Obwohl in diesem Fall die Dokumentation bereits von den Schienenhistorikern übernommen wurde, die vor allem im Internet alle Veränderungen der Verkehrsnetze dokumentieren. Wahrscheinlich treffen sie sich im Kastaniengarten, Münchens gemütlichsten Eisenbahnerbiergarten im Westend mit ordentlicher kroatischer Küche, und tauschen dort ihre Erinnerungen über historische Fahrten aus.

Irgendwann lässt man dann die Stadt ganz hinter sich und taucht ein in die vorstädtischen Parks wie zum Beispiel den Forstenrieder Park oder Forst Kasten im Südwesten Münchens. Dort ist die Luft zwar noch nicht durchgehend kühler, aber wenigstens fährt man ab und zu durch Flecken, die von der Sonne den ganzen Tag über nicht berührt werden. Oder Flecken, an denen der Boden auch Stunden nach dem Gewitterregen noch aufgeweicht ist und die Pfützen nur langsam verdunsten. Die Luft ist vielfältiger hier. Auch werden die Hunde nicht mehr in Fahrradanhängern durch die Stadt gekarrt, sondern laufen neben den Joggern her.

Wenn die Schienen und die Wendeschleife der Tramlinie 16 schon längst verschwunden sind und allenfalls auf Google Maps oder von Luftbildarchäologen erkennbar sind, werden die Spuren der staatlichen Forstwirtschaft immer noch klar sichtbar sein. Die Geräumten Wege des Forstenrieder Parks oder von Forst Kasten werden auch noch die nächsten dreihundert Jahre überdauern, auch wenn es hier nicht mehr darum geht, das Wild dem jagenden Kurfürsten vor das Gewehr zu treiben.

Jetzt zu lesen: “The Slow Media Manifesto”

Unlike a work of literature, translation does not find itself in the center of the language forest, but on the outside facing the wooded ridge; it calls into it without entering, aiming at that single spot where the echo is able to give, in its own language , the reverberation of the work in the alien one.
Walter Benjamin, “Task of the Translatior”

Über den Umgang mit der Sprache beim Übersetzen hat Sabria David vor kurzem an dieser Stelle geschrieben. Unser Versuch, das Slow Media Manifest ins Englische zu übertragen, steht nun öffentlich:

The Slow Media Manifesto translated in English.

Slow Mail

Auch der GNU-Vater und Free-Software-Visionär Richard Stallman geht mit diesem Statement als Slow-Media-Praktiker durch:

Most of the time I do not have an Internet connection. Once or twice or maybe three times a day I connect and transfer mail in and out. Before sending mail, I always review and revise the outgoing messages. That gives me a chance to catch mistakes and faux pas.

Dabei ist nicht so sehr der Verzicht auf das Always-On entscheidend, sondern die Art, wie man das Internet und damit verbundene Technologien wie Email nutzt – nämlich bewusst und mit einem kritischen Blick auf die Qualität.