Serendipity nach dem Ende der Antiquariate

Wieviele Städte haben sich mir nicht in den Märschen erschlossen, mit denen ich auf Eroberung von Büchern ausging.
Walter Benjamin, “Ich packe meine Bibliothek aus”

I once read a silly fairy tale, called the three Princes of Serendip: as their Highnesses traveled, they were always making discoveries, by accidents and sagacity, of things which they were not in quest of.
Horace Walpole, Brief an Horace Mann vom 28. Januar 1754

2005 hatte ich zur Vorbereitung unserer Ausstellung “Splendor Solis” nach Literatur auf ZVAB gesucht. Einer der gesuchten Titel war bei einem münchner Antiquariat verfügbar. Statt also ein paar Tage auf die Lieferung zu warten, bin ich einfach auf meinem Weg durch die Stadt bei dem Ladengeschäft vorbeigegangen und habe mir das Buch direkt vor Ort gekauft. Da es mich interessierte, fragte ich den Buchhändler, wie wichtig der Vertriebskanal ZVAB für ihn sei. Ohne zu zögern sagte der: Online stünde für zwei Drittel der Verkäufe und für einen Zuwachs an Geschäft von mindestens 25 Prozent. Das war 2005.

Ich erzähle diese Begebenheit, weil es mein letzter expliziter Besuch in einem Antiquariat gewesen ist.

Nicht, dass ich nicht vorher schon das Meiste an Büchern nach Katalogen bestellt hätte – aber es war stets eine 1:1-Beziehung, stets der Katalog eines Antiquariats. Inzwischen gibt es für mich Used&Rare Books nur noch auf ZVAB und Amazon.

Amazon ist ein perfektes modernes Antiquariat; aktuelle Lehrbücher, vergriffene Texte der letzten 20-30 Jahre sind hier gut erreichbar. Das liegt meiner eigenen Erfahrung nach darin, dass Buchverkäufe über Amazon wesentlich einträglicher sind, als sie je über den stationären Antiquariatshandel gewesen wären. Es greift das Long-Tail-Prinzip: für spezielle Titel ist die Wahrscheinlichkeit einen Käufer zu finden hier einfach größer. Und die Marge, die Amazon sich behält ist entsprechend klein.

ZVAB bietet wiederum ein ganz anderes Sortiment – die gesamten Kataloge fast aller Antiquariate in Deutschland und vielen anderen Ländern sind verfügbar. Im Gegensatz zu Amazon bietet ZVAB die besten Treffer bei alten und auch bei wertvollen Büchern.

Ich kaufe mir heute Bücher vor allem gezielt. Ich stoße auf ein Thema, recherchiere danach und kaufe mir die fehlenden Texte. Stöbern tu ich aber so gut wie nicht mehr, ganz zu schweigen davon, extra in einer Stadt herumzufahren, um Antiquariate zu besuchen.

Der Tod der Serendipity durch Google, Amazon, Ebay etc. ist oft beklagt. Der Information Highway bedeutet – wie bei einer Autobahn “im Real Life” – zum einen, gezielt dorthin zu gelangen, wo man hinmöchte, aber auch zu übersehen, was links und rechts des Weges gelegen hätte.

Aber in Wirklichkeit ist das Rad schon viel weiter gedreht. Während ich diesen Post schreibe, habe ich die Literatur dazu online aufgerufen. Das Benjamin-Zitat oben habe ich noch konventionell aus der Suhrkamp-Ausgabe abgetippt – ich wusste genau wo es steht; Walpoles bemerkenswerte Erfindung des Wortes Serendipity aber habe ich von Google Books geholt – bei aller Liebe zum 18. Jahrhundert – den Briefwechsel mit Horace Mann in vier Bänden habe ich dann doch nicht griffbereit zu hause.

Oft höre ich, ‘ja, aber das Meiste, besonders aber entlegene Sachen findet man eben doch nicht online”. Das stimmt zum Teil noch (wobei ich den besagten Briefwechsel, der bei Google komplett digitalisiert vorliegt, schon recht weit abseits gelegen finde). Aber es ist doch nur noch eine Frage der Arbeit weniger Jahre und praktisch alle Buchveröffentlichungen werden online verfügbar stehen. Amazon verkauft auch in Europa bereits mehr Ebooks als gedruckte Bücher [1]. Schon bald also wird auch die Suche nach gedruckten Büchern auf ZVAB oder Amazon auf Bibliophilie reduziert – nur noch das wird gekauft, was wir materiell in den Händen halten wollen.

Um meine Rede eingangs wieder aufzugreifen: ich halte diese Entwciklung für positiv und begrüßenswert, von der persönlichen Bequemlichkeit abgesehen, bietet die Verfügbarkeit der Literatur online unglaubliche Chancen für Menschen, die fern der Zentren keinen Zugang zu Bibliotheken haben. Es geht mir nicht darum zu beklagen, dass Literatur und Flanieren nicht mehr gekoppelt sind, auch wenn sich beim Gedanken an diesen “Verlust” Nostalgie einstellt.

Wie wir zukünftig auf Dinge stoßen, die wir nicht gesucht haben, inspiriert werden, außerhalb unseres direkten Freundeskreises, ohne von den wenigen Algorithmen der Empfehlungssysteme bei Amazon und Google abhängig zu sein, halte ich dennoch für eine sehr wichtige Frage.

“To do something interesting, it’s got to make follies. I became OK with this idea that I was OK being wrong.” sagt Brian Eoff, Data Scientist bei bit.ly in seinem bemerkenswerten Vortrag auf den Data Days. Gezielte Störungen in die Algorithmen einbauen, um uns vom graden Weg abzubringen – vielleicht ist diese gezielte Störung der Weg, uns die Serendipity zu erhalten. Und zwar nicht nur beim Suchen nach Information.

Am Ende der unverändert lesenswerten Kurzgeschichte Cutting Edge von Michael Meloan – eine Schlüsselerzählung über Stanford – ist es genau, was der Informatik-Professor Peter Jakob in die Forschung der Universität injiziert: Zufall.

I have introduced a virus into all the computer systems on our network. It is very subtle, virtually undetectable, and will produce minuscule cyclic errors in floating-point calculations on all of the workstations. […] I am convinced that in tracking down these errors, the faculty and students will be shaken out of their routines, which I’m hoping will have a positive effect. Each one will be forced to look at his or her data from a slightly new perspective. Forced to stop and ruminate. These are the spores that I have shed.

Vielleicht ist aber auch Twitter die Lösung, wie Jürgen Hermes vorschlägt [2]. Wenn man nur genug unterschiedlichen Leuten folgt, ist die Timeline wie Vogelgezwitscher – und voller Überraschungen.

Wo sind die Kioske hin?

Vor ein paar Tagen wollte ich eine Zeitung kaufen. Am liebsten kaufe ich Zeitungen in einem Kiosk. Meinen Lieblingskiosk um die Ecke, der mich jahrelang begleitet hat, gibt es leider nicht mehr. Dort stand die füllige Nichtraucherin Nada, umhüllt von Rauchschwaden ihrer Dauergäste (manche mit Hund, manche nur mit viel Zeit), hinter der Theke. Ich bekam zwischen Schulheften und sauren Zungen meine Zeitung mit einem Nachbarschaftsplausch überreicht. Gut. Temps passés. Ihr Arbeitsalltag war sicher hart und nicht jedem zu empfehlen.

Aber mit ihr verschwanden vor ein paar Jahren auch die anderen traditionellen Kioske aus dem Viertel. Es machten neue Kioske auf. Auch dort sind die Menschen hinter der Theke nett. Sie verkaufen saure Zungen, Sim-Karten und Biermixgetränke. Sie achten gut auf die Nachfrage der Nachbarschaft. Was die Schulkinder gerne knabbern, gibt es dort in der nächsten Woche zu kaufen.

Sie verkaufen aber keine Zeitungen. Kioske ohne Zeitungen, eine neue Gattung. Manchen haben zwar noch einen Zeitungsständer mit ein wenig Papier, aber es sind eher Feigenblätter, glaubwürdiges Kiosk-Kolorit.

Was bedeutet es, dass es Kioske ohne Zeitungen gibt?

Bücher im Supermarkt

Schließlich fand ich stadteinwärts doch noch einen Zeitungs-Kiosk. Die Zeitschrift, die ich suchte, hatte der Kioskbetreiber aber nicht. Er habe nie von ihr gehört, sagte er. Zum Beweis zeigte er auf das schmale Regal, in dem die Zeitschrift offensichtlich doch stand. “Ah, tatsächlich”, sagte er auf meinen Hinweis. “Ist mir nie aufgefallen.” Er wirkte nicht irritiert. Er hätte genausogut irgendetwas anderes verkaufen können, Autoreifen oder Haarwuchsmittel. Wie im Supermarkt, der das wahrscheinlich noch größte Sortiment an Presseerzeugnissen hat. Ich mag meinen Supermarkt. Aber wen frage ich da, wenn ich eine Frage zu einem der Produkte habe?

Aus dem Bereich Papier stammt auch die Meldung, dass Thalia im kommenden Jahr die Bonner Universitätsbuchhandlung Bouvier schließen wird. Die 185 Jahre alte Fachbuchhandlung, die in Steinwurfweite zur Universität liegt, wird zugunsten der Thalia Zweigstelle im nahegelegenen ehemaligen Metropol aufgegeben, einer Art Convenience Medien Kaufhaus. Nur auf den zweiten Blick kann man hier hinter den bunten Geschenkartikeln Bücher entdecken. Die Buchhändler sollen, so sagt eine Geschäftsführerin der zu Douglas gehörenden Thalia-Gruppe, intern bei Thalia oder “woanders bei der Douglas-Holding” untergebracht werde. Ich bezweifle, dass das eine gute Nachricht ist. Müssen wir uns einen Buchhändler in einem Kosmetikkaufhaus vorstellen? Wie kommt man auf die Idee, dass das eine gute Idee sein könnte? Zwar ließen sich Verbindungen zwischen Parfums, Gerüchen und Marcel Proust herstellen. Aber das dürfte kaum reichen.

Der Geist, der hier durchweht, ist der: Es geht nur um das Verkaufen. Welches Produkt verkauft wird, ist austauschbar. Zeitungen, Geschenkartikel, Bücher, Faltencremes, einerlei. Wer das verkauft, muss keinen Bezug dazu haben. Der Unterschied zwischen einem Feinkostladen und einem Supermarkt ist ebender: Dass der Feinkosthändler einen Bezug zu den Dingen hat, die er verkauft, weiß wo sie gewachsen sind, und wie sie zubereitet werden.

Ein Kommentator eines Beitrags im Börsenblatt stellt zu den Fehlern des Bouvier-Vorbesitzers Grundmann fest: “Schon ihm schwebte eher ein Kaufhaus, das auch Bücher verkauft, vor.” Das passt zu Schuldirektoren, die ebenso effizient eine Justizvollzugsanstalt verwalten und leiten könnten. Alles ist austauschbar.

Was dabei verloren geht, ist die Bindung. Der Bezug zu den Dingen, die einen umgeben, die man empfiehlt und verkauft, zu den Menschen die man leitet und führt, die man verwaltet und betreut. Wo alles auf ein maximal verkaufbares Produkt reduziert wird, geht Identität und Bindung verloren. Entfremdung, ich weiß, ein altbackenes Wort, aber hier trifft es zu.

Eine Längsschnittstudie der Harvard-Universität untersucht seit über 70 Jahren, was Menschen glücklich macht. “Das mit Abstand wichtigste ist die Bindung”, sagt der Leiter der Studie. Die Fähigkeit, Bindung zu Menschen herzustellen, sicher auch Bindung zu der Welt und zu sich selbst. Sind wir auf dem Weg, eine bindungslose und damit unglückliche Gesellschaft zu werden? Innerhalb einer Gesellschaft hat auch Kultur die Aufgabe, Bindungsfähigkeit herzustellen. Sie schafft Identität und ermöglicht es Menschen, sich zugehörig zu fühlen. Sie stellt einen Bezug her zwischen den Menschen und der Welt, der Gemeinschaft, in der sie leben.

Anstatt im Supermarkt meine Zeitung zu kaufen, gehe ich manchmal in das Café um die Ecke. Es hat wohltuend viel Papier-Druckwaren abonniert. Ich halte mit der Kellnerin einen Plausch und bestelle einen Milchkaffee. Dort sitze ich unter Tätowierten und lese mich quer durch den Blätterwald.

 

__________________

Nachtrag:

Das Buch im Kauftempel als bindungslose und austauschbare Konsumware neben anderen Konsumartikeln – das war das Konzept von Thalia. Als Grund dafür, dass dieses Konzept nicht aufgeht, nennt Thalia/Douglas den “aktuellen Branchenumbruch”. Man sollte sich hier vor einem Verständnisreflex hüten.

Zwar hat das Internet vieles ausgelöst. Es ist jedoch die Frage, ob es in diesem Fall wirklich der aktuelle Branchenumbruch selbst ist, der ruinös war, oder eher die unternehmerische Reaktion auf ihn.

 

Alte Geschichte

Der Geschichtsschreiber wirkt langsam,
und mehr auf die Nachwelt (Heinrich Döring, 1835)

“Soziologie ist aber keine richtige Wissenschaft,” hatte der Althistoriker immer wieder zu mir gesagt. Klar, wer ständig einen zeitlichen Horizont von 2000 Jahren vor der Nase hat, dem kommt die industriegesellschaftliche Moderne winzig und vielleicht sogar irrelevant vor. Auf die hat sich die Soziologie nun aber einmal spezialisiert. Leider. Denn deswegen spielt diese Disziplin heute, nach dem Ende der Industriegesellschaft, auch keine besonders herausragende Rolle mehr in der öffentlichen Meinung.

Für den Althistoriker ist an der Moderne nur das wichtig und interessant, was über sie hinausweist, beziehungsweise, was sie von anderen Epochen wie zum Beispiel dem römischen Kaiserreich abhebt. Das alles wird er aber in 200 Jahren ebenso gut an den schriftlichen und steinernen Zeugen ablesen können. Es eilt nicht. Die Gegenwart der Gegenwart ist aus dieser langsamen Perspektive sowieso nur die Vergangenheit von Morgen.

Althistoriker haben Zeit. Sie zitieren nicht das Gerede ihrer Kollegen, sondern greifen in ihren Referenzen gerne weit zurück in die Welt der bleibenden Werke. Wer mit bloßer Hand canabae legionis unter der dalmatinischen Sonne ausgegraben hat, lebt zur Hälfte sowieso in der römischen Kaiserzeit. Und die andere Hälfte stört es auch nicht, wenn sie sich auf Literatur beruft, die geschrieben wurde, als noch niemand absehen konnte, dass der Bundespräsident einmal in einem verregneten Frühsommer beleidigt hinwerfen würde, ja nicht einmal, dass es einmal so etwas wie einen Bundespräsidenten geben würde. Der Althistoriker hat übrigens noch bis in die 70er Jahre hinein auf Latein publiziert. Heute findet man auch in der historischen Fachliteratur zunehmend Übersetzungen lateinischer oder griechischer Zitate.

Die Bücher, die er mir vererbt hat, vielleicht unter missionarischen Hintergedanken, sind teilweise ziemlich alt. Aber nicht manufactum-alt wie die technisch perfekte Nachdruckmassenware, sondern Patina-alt, wie es nur Bücher sein können, die Generationen von Wissenschaftlern zum Nachschlagen aus den Regalen gezogen haben. Leider fehlt der zweite Band des Ur-Paulys von 1835, der Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft, in dem die historischen Schlagwörter zwischen By und E ausgebreitet werden. Damals haben die biedermeierlichen Historiker ihre Bücher bei einem Buchbinder in Auftrag gegeben, bevor sie in die Bibliothek kamen. Deshalb lässt sich diese Lücke nicht nachkaufen, ja nicht einmal nachsammeln. Die Kombination von the medium und the message ist hier ein Unikat, ganz zu schweigen von der Patina, die sich wie ein Kopierschutz über Einband und Seiten gelegt hat.

Ich habe aus einem dieser alten Bücher in meiner Doktorarbeit zitiert. Leider konnte der Historiker das nicht mehr erleben. Wahrscheinlich hätte es ihm gefallen, als ein nur für Eingeweihte wahrnehmbares Zugeständnis, dass die schnelle Wissenschaft der Soziologie ohne das langsame zeitliche Gerüst der Geschichte nicht tragfähig ist.

De mémoire, de réflexion
et pas simplement d’informations.

Jacques Delors über Slow Media

[Read Post in English]
“Lord Weidenfeld peut opposer à ces violentes critiques [des médias; e.g. Lazarsfeld “The rape of crowds by political propaganda”], d’une part la dette de la démocratie envers les médias, dits lents, que sont le journal et le livre. Ils ont beaucoup contribué à l’éveil et au développement de la démocratie. Et il peut aussi mieux que tout autre, par son action pendant la guerre, indiquer la dette que nous avons envers les libertés lorsque, comme lui, on tentait de diffuser au-delà du terrain de la guerre et des atrocités une vision du monde plus acceptable et un avenir que l’on pouvait croire meilleur. Mais puisque j’ai évoqué les médias lents par opposition aux médias courts, je ne peux m’empêcher de plaider pour la vigilance à l’égard de ces médias courts. Vigilance ne veut pas dire procès. Nous avons besoin de mémoire, de réflexion et pas simplement d’informations. Cette réflexion me vient tout naturellement à l’esprit en pensant aux types d’informations qui concernent la construction européenne.”

Die Medien als Mittel der Stabilisierung von Demokratie und als Waffe gegen Willkür und Grausamkeit verteidigt Jacques Delors in seiner Rede anlässlich der Verleihung der Karlsmedallie an George Weidenfeld gegen die ideologischen Kritiker: Poison à ne pas avaler – die Medien sind viel mehr, als Vergewaltigung der Massen durch politische Propaganda. Und dabei nimmt Delors bereits vor zehn Jahren eine Differenzierung vor, die in wenigen Worten unsere Gedanken des Slow Media Manifest vorwegnimmt: “… ich komme nicht umhin, die Wachsamkeit gegenüber diesen Kurzfrist-Medien zu beschwören.” Besonders der heikle, oft von der nationalen Mythisierung vergiftete Prozess der friedlichen Einigung Europas ist anfällig gegenüber verkürzter Darstellung und kaum auf die Schlagworte der Médias Courts zu reduzieren.

“Gedächtnis, Reflektion und nicht nur Information” machen nach Jacques Delors im Gegensatz dazu die Medias Lents aus, die Slow Media. Und entsprechend endet seine Laudatio auf den wahrhaft kosmopoliten Verleger Weidenfeld mit einem Zitat des UNESCO-Generalsekretärs Federico Mayor über das Fortbestehen des Buches:

“Das Buch ist das unersetzbare Transportmittel, ungleich weiter, als der Rundfunkt reicht es in in die Welt der Information und des Wissens, der Träume und der Erlösung, und es gibt nichts, das uns das Recht gibt, sein anstehendes Verschwinden vorherzusagen.

Und in was Nachhaltigkeit und Dauer von Medien betrifft, davon sprach der Vorsitzende des UNESCO-Aufsichtsrats Golan Ali Raadi anlässlich der Einweihung des Hauptquartiers in Paris mit den Worten Firdausis:

Die fest-gefügtesten Gebäude zerfallen unter dem Einfluss von Regen und der brennenden Sonne,
Aber weder Wind noch Regen wird dem Denkmal etwas anhaben, das meine Verse errichtet haben.