Aber ein Sturm weht vom Paradiese her. Walter Benjamin
Und ich höre Dich sagen, mehr leise als laut: Das haben sich die Jugendlichen selbst aufgebaut. Tocotronic (via Dr_Ultra)
In Spanien, gerade einmal 100 Kilometer südlich des Anbaugebietes dieses wunderbaren Sandweins, findet im Augenblick in Spanien eine Revolution nach ägyptischem Vorbild statt (hier der Livestream von der fernen iberischen Halbinsel). Dass aus Ägypten nicht berichtet wurde, trotz der 9 Milliarden Euro öffentlich-rechtliches Rundfunkbudget, ist verständlich. Die Jahre zuvor hatte man Schritt für Schritt die Auslandskorrespondenten in die Selbständigkeit entlassen, so dass am Ende niemand mehr vor Ort war – bis auf Richard Gutjahr -, der vom Tahrir-Platz aus berichten konnte.
Dabei sind die Reporter vor Ort und die TV-Ausrüstung gar nicht einmal die Hauptsache. Wenn ich niemanden dauerhaft im Land habe, fehlen die Quellen, mit deren Hilfe Journalisten Informationen validieren und Trends aufspüren können. Auch wenn ein Sender seine Reporter schnell dorthin einfliegen kann, sind das nicht viel mehr als journalistische Touristen. Die wirkliche Berichterstattung ist schon längst ins Internet (Twitter, Blogs, Facebook) abgewandert und werden von Sendern wie Al Jazeera oder Bloggern gesammelt, geprüft, ausgewertet und interpretiert.
Warum übrigens gibt es keine Berichterstattung über die spanische Revolution? Warum findet diese Revolution nur online statt? Findet sie überhaupt statt oder inszeniert sich hier bloß so etwas wie ein Revolutionsmem, das ebenso inhaltsleer und viral ist wie dieser Werbeclip (“Join the #spanishrevolution”)?
Das erinnert mich an die endlosen Diskussionen in ethnologischen Proseminaren zur Ritualtheorie, ob ein Ritual denn auch dann noch ein Ritual sei, wenn es nur gespielt wird. Wann ist eine Revolution eine Revolution? Niklas Luhmann Spruch “Alles, was wir über die Welt wissen, wissen wir durch die Massenmedien” trifft immer weniger zu. Wenn es nach den Massenmedien geht, läuft in Spanien im Moment alles in den gewohnten Bahnen. Es sind Wahlen und da politisiert sich halt alles ein wenig.
Auf Twitter dagegen ist die Revolution in Westeuropa schon längst zum trending topic geworden, zu dem im Minutentakt Bilder, Parolen und Mikroanalysen gepostet werden. Walter Benjamin hat seinen Engel der Geschichte, der längst nicht so freundlich aussieht wie der Engel des Regensburger Himmelfahrtfensters, mit dem Rücken voran in die Zukunft fliegen lassen. Vielleicht machen es die Massenmedien ja ganz genauso und bemerken die Revolution auch erst, wenn die ersten Trümmerhaufen im Blickfeld auftauchen. Derweil beschäftigen wir uns mit den Sexorgien von Versicherungsvertretern oder Politikern.
Na, ne kleine Rundfahrt tut den Beinen gut.
Arno Schmidt
Jedes Mal, wenn ich rennen muss, um eine S-Bahn oder eine Straßenbahn gerade noch zu erwischen, muss ich an Adorno denken. In dem wunderbaren Text “Immer langsam voran” (was für ein slowes Motto!) aus den Minima Moralia beklagt er sich über das Rennen als eine besonders nachhaltige Form der Verrohung. Ganz gleich, ob es ein Passant ist, der einem davon brausenden Autobus hinterher läuft oder ein Kind, das von der Mutter genötigt wird, schnell noch “ein vergessenes Täschchen aus dem ersten Stock zu holen” oder der Gefangene, dem befohlen wird, zu rennen, damit er auf der Flucht erschossen werden kann. Rennen ist “Ausdruck des Schreckens”.
Der bürgerliche Gang dagegen, das Flanieren oder Spazieren-Gehen ist eine Beschäftigung, für die man Zeit braucht. Zeitvertreib statt Hetze. Das bürgerliche Gehen ist kein Zwang, sondern eine aufrechte Tätigkeit. Im Laufe der Jahrhunderte hat sich das Gehen von den Vorläufern emanzipiert: vom Lustwandeln des Adels, dem Schreiten des Klerus oder dem Wandern des Handwerkers. Für Adorno hat diese Perversion eigentlich keinen Grund, da es für die schnelle Fortbewegung ja Autos gibt. Für alles andere genügt das Gehen. Aber Adorno sieht hier (noch) nicht die Grundvoraussetzung des Gehen-Könnens: Die Zeit! Das ganze Lebensarrangement, das dahinter steht und dem Bürger erlaubt, sich in einem humanen Tempo fortzubewegen. Gehen passt nur in einen entschleunigten Lebensstil.
Klar, Adorno setzt das Gehen vor allem gegen die hochindustrialisierte Welt mit ihrer Geschwindigkeitskultur, gegen die gewaltigen Kräften der motorisierten Lebenswelt. In einem anderen Fragment (“Nicht anklopfen”) schimpft er über die gewalttätigen, barbarischen wenn nicht gar faschistoiden Geräusche und Gesten einer Menschheit, die von den Dingen genötigt wird, zum Beispiel Türen nur noch zuzuwerfen und nicht mehr “leise, behutsam und doch fest” zu schließen. Auch diesen Gedanken hatten wir in diesem Blog immer wieder erwähnt: Das Versklavt-Werden durch die Dinge als der erbitterte Gegner der Entschleunigung.
Merkwürdig, dass das Fahrradfahren Adorno keiner Erwähnung würdig ist. Hier leben die von ihm wehmütig verabschiedeten selbstbewussten bürgerlichen Gesten, Haltungen und Geräusch fort. Das Schnurren einer frisch eingefetteten Rohloff-Kette durch Ritzel und Kettenblatt. Die aufrechte Haltung des Fahrers. Und vor allem das Tempo, das genau zwischen dem adornitischen Fortbewegungsgeschwindigkeitsdualismus zwischen Gehen und Fahren passt. Kurz, man kommt schneller ans Ziel als zu Fuß, muss sich aber nicht verbiegen – wenn man nicht gerade in Unterlenkerhaltung den Kesselberg hinuntersaust.
Aber auch das Radfahren bewegt sich in Richtung Barbarei, könnte man mit Adorno vermuten. Früher hießen Fahrräder nach dem Sportler oder Ingenieur-Sportler, der die Manufaktur begründet hatte (manchmal war auch ein Opernsänger dabei): Giovanni Battaglin, Bernd Müsing, Ernesto Colnago, Edoardo Bianchi, Irio Tommasini, Alessandro Batelli, Francesco Moser oder Konrad Kotter. Heute wecken die Namen eher Assoziationen von militärischen Feldzügen (“Cannondale”) oder erinnern an wilde Tiere (“Bulls”).
Eine der größten Radfahrererzählungen hat übrigens Arno Schmidt mit “Schwarze Spiegel” geschrieben. Sie spielt in einer postapokalyptischen Ära nach der “Menschenzeit”. An die Zeit vor der nuklearen Katastrophe erinnern nur noch die mittlerweile zu Skeletten verwitterten menschlichen Überreste in den ansonsten gut erhaltenen Bibliotheken, Schulen oder Kasernen. Auch die Straßen sind einsam geworden: “Früher waren auf den Asphaltbändern lautlos Autolichter geglitten : Jetzt herrschte nur noch der Mond”.
Dieses postindustrielle Setting – Assoziationen an Fukushima und Peak-Oil machen das Thema hochaktuell – ist eine Welt der Fahrräder. Ohne Pipelines oder Tankschiffe, die uns mit Öl versorgen, wird das Fahrrad zum wertvollsten Besitz, zum einzigen Garant für eine Mobilität. Gerade, wenn man sich inmitten der zusammengebrochenen Welt noch ein letztes bisschen Würde und Zivilisation bewahren möchte und es nichts mehr zum Flanieren gibt, ist das Fahrrad die einzige Wahl – zumindest so lange, bis auch die letzten Autobahnen von der Wildnis eingeholt worden sind -, denn
ein Fahrrad zu führen ist wunderbar ! Und diese leeren Orte noch schöner; auf der Kreuzung fuhr ich acht Kreise, als ich Rücktritt nahm, stand ich wie eine Mauer
A [...] central concept of the theory of communication
and control is that of feedback.
Ludwig von Bertalanffy, 1955
Auch am Sonntag hängt alles von allem ab. Zumindest ein bisschen. Der Spiegel schreibt über die Datensammelwut der Social Networks und trifft damit ganz genau den Punkt, an dem man bei der digitalen Avantgarde den “Internetausdrucker”-Reflex auslöst. Man muss nur die richtigen Begriffe verwenden und schon läuft die große Feedbackschleife an und produziert aufgeregte, schrille Blogantworten wie zum Beispiel den Beitrag von Richard Gutjahr. Das wiederum wird, so könnte man mit Bertalanffy sagen (ich hätte auch Wiener oder so zitieren können, aber der Ludwig lag gerade auf dem Tisch), entweder dafür verwendet, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder einen Zustand zu stabilisieren (zum Beispiel das Geschäftsmodell eines Zeitschriftenverlags). Ein zuverlässig schnurrender Mechanismus wie aus dem Lehrbuch Intelligent Design für Fortgeschrittene.
Quarktasche mit Bach
Nachdem ich noch einen Holzscheit in den Kamin geworfen habe, kann ich mich langsam wieder dem Tee und meiner Quarktasche - von meinem Lieblingsbäcker im Nachbarort aus dioxinfreien Eiern gebacken – zuwenden. Auf dem Tisch liegt nicht mehr der Bertalanffy, sondern “Johann Sebastian Bach” von Albert Schweitzer. Er hat in Bach weniger den kühlen, rationalen Musik-Mathematiker gesehen als vielmehr jemanden, der mit Tönen einen ganz typischen, oft leidenschaftlichen Moment auf die Leinwand malt. Jemanden, der auch bei den gruseligsten Libretti nicht mit der Wimper zuckt, sondern auch ihren Gemeinplätzen noch etwas abgewinnen kann und “führt es aus, ohne sich immer darum zu kümmern, ob er damit wirklich den Gefühlsinhalt der Dichtung wiedergibt oder nicht”, wie Schweitzer schreibt.
Ich erinnere mich plötzlich über ein noch unfertiges Vortragsmanuskript über die “Parallelen in der Sprach- respektive Tonkunst von Dr. Erika Fuchs und Johann Sebastian Bach”, das da noch irgendwo im Waschtisch liegen muss. Ach ja, das Buch von Albert Schweitzer. Niemand weiß, wann, wo und für wie viel Geld ich es gekauft habe. Ich habe es vor Jahren einmal in einem Schwabinger Antiquariat für ein paar Münzen mitgenommen. Google oder Facebook haben das damals nicht mitbekommen. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Regierung wegen ein paar Erwähnungen des Begriffs Wikileaks den Verlag VEB Breitkopf & Härtel in Leipzig anruft und zur Herausgabe meiner Nutzungs- und Profildaten zwingt, halte ich für äußerst unwahrscheinlich. Unverlangte Werbung des Verlages habe auch noch nicht bekommen.
Und nun auch von mir zwei Empfehlungen für Weihnachten. Sie sind beide sowohl zum Schenken geeignet wie auch dazu, sich ausgiebig mit ihnen zwischen den Jahren zu beschäftigen. Das ist ein Faktor, den man beim Schenken – und erst recht beim slowen also nachhaltigen Weihnachts-Beschenken – nicht unterschätzen sollte. Denn zwischen den Jahren haben wir Z e i t. Und vielleicht haben wir auch Kinder, die bekanntermaßen nach Heiligabend zur Erfüllungsdepression neigen und gehegt werden wollen.
Kommen wir zur ersten Empfehlung:
1. Filme von Jacques Tati.
Jacques Tati ist – wie auch sein berühmterer Kollege Charly Chaplin – ein Perfektionist gewesen, der seine Filmszenen akribisch choreographiert und minutiös durchkomponiert hat. Am Ende des Boulevard Saint Michel, dort wo er auf die Seine stößt, gab es früher in Paris ein Kino, in dem nur Tatifilme liefen.
Einer meiner Lieblingsfilme (die es auch auf DVD gibt, sonst könnte man sie ja nicht verschenken) ist „Die Ferien des Monsieur Hulot“ (“Les Vacances de Monsieur Hulot”). Es passiert: eigentlich nichts. Außer Ferien am Meer, um genau zu sein in der Bretagne. Das bedeutet: Es gibt dort Ebbe und Flut. Und das ist es,was auch in dem Film passiert: das Meer kommt und geht. Es kommt wieder und geht wieder und dazwischen passieren Dinge. Man geht an den Strand, zum Mittagessen und wieder zurück. Es wird Tag und Nacht. Die Feriengäste kommen an und am Ende des Filmes gehen sie wieder.
Auch als Zuschauer kommt man immer wieder zu den Filmen zurück. Es macht also Sinn, die Filme auch zu besitzen. Jedesmal wird der aufmerksame Zuschauer neue Neben- und Hintergrundszenen entdecken und sich an ihnen erfreuen. Ich empfehle ausdrücklich, einzelne Szenen zurückzuspulen und nochmals (gegebenenfalls in slow motion) mit der Familie genauer anzusehen und sich an der Präzision der Abläufe zu erfreuen: Die Eingangsszene am Bahnhof oder das Kartenspiel im Hotel de la Plage. Das wird mit jedem Hinschauen schöner.
Auch und immer wieder sehenswert ist „Jour de Fête“: Das Erstlingswerk des Regisseurs und Schauspielers Jacques Tati. Er ist – wie ich soeben beeindruckt bei Wikipedia nachgelesen habe – „französisch-russisch-holländisch-italienischer Herkunft“, eine wilde Mischung. Ein Postbote (gespielt von Tati selbst) versucht, inmitten von Tradition und Moderne, mit der Technik Schritt zu halten. „Rapidité! Rapidité!“ Schon 1953 gab dieser Ruf unerbittlich den Takt an. Ein schöner Film, um über Langsamkeit, Schnelligkeit und über die Zeit nachzudenken. Wer übrigens meint, Kinder hätten nur Sinn für schnelle Schnitte, kann sich mit Tati-Filmen eines Besseren belehren lassen.
2. Die zweite Empfehlung: das Buch „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“ von Franz Fühmann.
Ein sperriger Titel, ein großartiges Buch. Und das für jede Phase im Leben, also für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet. Das Sprachspielbuch mit Illustrationen von Egbert Herfurth erschien zuerst 1978 im Kinderbuchverlag in Ostberlin und ist inzwischen in einem schönen gebundenen Nachdruck im Hinstorff-Verlag neu aufgelegt worden.
Es beginnt alles mit Langeweile, diesem Zustand, den zu verhindern man heute den Kindern allerlei an die Hand gibt. Dabei kann Langeweile durchaus fruchtbar sein. Wer weiß schon, was einem einfallen würde, wenn man sich ihr eine Weile lang aussetzen würde? Wie in diesem Buch: Große Ferien, endloser Regen und fünf Kinder, die aus Langeweile mit Sprachspielen beginnen. Heraus kommt ein Buch über die deutsche Sprache, antike Philosophen und türkische Umlaute.
Erstes ist dieses Buch wahnsinnig gelehrt, und zwar auf ganz leichtfüßige Weise. Zweitens befasst es sich mit dem, woraus unsere Kommunikation besteht, mit der Sprache, ihren Philosophen, ihren Regeln, ihren Sonderheiten und mit dem Material, aus welchem die Sprache gewebt wird, mit Vokalen, Konsonanten, Umlauten. Es ist drittens wunderbar typografisch gesetzt und illustriert und fühlt sich – viertens – gut an. Außerdem und fünftens: Es ist ein unschätzbares Zeitzeugnis. Wie Franz Fühmann (der fünf Jahre vor dem Fall der Mauer 1984 verbittert über seinen Staat starb) inmitten des sozialistischen Realismus darlegt, welche Wahrheit in biblischen Texten steckt – das ist ein großer Moment. Eine Gratwanderung, die heute kaum mehr nachvollziehbar ist. Es ist wieder die Sprache, die einen Alltag abbildet, in dem eine Einstufungskommision darüber befand, ob man Kultur machte, und der in Begriffen wie “Staatsapparat” (Wort mit fünf A) und “Kulturbundschulung” (Wort mit fünf u) wieder aufscheint. Ein historisches Glossar gibt im Anhang Aufschluss über diese inzwischen fremden Alltagsvokabeln. Es gehört also einfach – sechstens – in jeden Haushalt.
Da liegt es, das Kindle, auf Heu und auf Stroh Weihnachtslied, frühes 21. Jh
In der Generation meiner Großeltern und Eltern waren es Pfeffernüß, Äpfelchen, Mandeln, Korinth, die sich artige Kinder zum Weihnachtsfest wünschen konnten. Heute gehören iPad, iPod, DS und PS3 zu den wichtigsten Posten auf den Wunschzetteln der digitalen Eingeborenen zwischen 6 und 12. So wird dieses Jahr der Weihnachtsbaum nicht nur von den brennenden Lichtern, sondern auch von dem kühlen Licht der Bildschirme festlich glänzen. Welche Alternativen hat man? Was schenkt man, wenn man sich den Slow-Media-Ideen verpflichtet fühlt? Welche Geschenke eignen sich dafür, den Blick zu lenken auf die “kleine Zeitlücke, in der sich die Menschen auf Erden einrichten müssen”, wie Harald Weinrich das formuliert?
Eines der wichtigsten Objekte, die eigentlich jeder in seinem Zuhause haben sollte, ist ein ordentlicher Ofen. Wer viel Platz und Zeit hat, findet in den Kleinanzeigen mit etwas Glück in Einzelteile zerlegte herrschaftliche Kachelöfen. Wer weniger von beidem hat, kann sich zum Beispiel bei Attika einen schlanken Kaminofen kaufen, der in ein bis zwei Stunden fertig montiert ist und auch in nicht ganz so herrschaftliche Zimmergrößen passt. Die Folgekosten sollte man nicht unterschätzen, denn das Ofenfeuer möchte man natürlich von einem passenden Sitzplatz aus genießen, so dass früher oder später garantiert je nach Rustikalität auch eine Ofenbank bzw. ein paar hochlehnige Sessel dazu kommen. Nicht vergessen darf man auch die Feuerböcke und den ein oder anderen Blasebalg. Wer auf einen gemauerten Ofen verzichtet, kommt hier natürlich etwas günstiger weg. Aber wenigstens sollte man dann die Cheminées à la moderne von Jean la Pautre aus dem Jahr 1661 auf dem Beistelltisch liegen haben, um sich wenigstens bewusst zu sein, was man verpasst.
Das Thema Nachhaltigkeit hat man mit dem Kamin schon einmal abgehakt. Auch ein paar weitere Forderungen des Slow-Media-Manifests erfüllt man im Handumdrehen, so zum Beispiel die Kommunikation. Wo lässt sich besser über das knappe Leben disputieren als vor einem munter flackernden Feuer. Die Asche ist sozusagen direkt in greifbarer Nähe. Aber auch in einem anderen Sinne agiert man hier nachhaltig, nämlich in der der Wahl des Heizstoffes. Die Wärme kommt nicht aus einer russischen Pipeline, mit der man womöglich noch Berlusconis barocke Orgien mit finanziert, sondern aus heimischen Wäldern – und das gleich auch noch CO2-neutral. Die Qual der Wahl betrifft natürlich die Frage: selbst gehackt oder fremd gehäckselt? Ich halte es so: Wenn sich Besuch ankündigt, der sein Leben normalerweise in Ohrensesseln verbringt, schmeiße ich mich in Lederhose und Loden, greife zur Axt und empfange die Gäste Holzscheit-spaltend vor der Gartenhütte. Der passende Lesetipp ist hier natürlich Thomas Bernhards Holzfällen. Wem das zu übertrieben ist, kann sich das Brennmaterial auch liefern lassen, zum Beispiel aus Wunsiedel, die Tonne Fichten-, Eichen- oder Buchenbrickets zur Zeit um die 200 EUR. Das reicht für einen Winter.
Feuer wirkt am besten, wenn es sich in einem edlen Metall spiegeln kann. Daher sollte man sich das Weihnachtsfest zum Beispiel mit einer Investition in Tafelsilber versüßen. Was ist schöner als das Gefühl, die Bank-Runs und Eurokrisen links liegen lassen zu können und sich von einem wertbeständigen im Atelier der Heilbronner Firma Bruckmann 1925 entworfenen Sahnelöffel die Sahne in den Tee fließen zu lassen, so dass eine herrliche Sahnewolke in der Tasse erblüht. Auch wenn man es vorzieht, den Tee ohne Sahne zu trinken, ist das eine lohnenswerte Investition, vielleicht kündigt sich einmal Besuch aus England oder Ostfriesland an oder aber man “nutzt” das Silber allein des feuerumflackerten Glanzes wegen. Zum Heilbronner Silber gibt es übrigens einen ganz großartigen Katalog der städtischen Museen, den man immer mal wieder antiquarisch erwerben kann.
Was fehlt? Die Musik. Weihnachten ohne Zithermusik ist kein Weihnachten. Wer noch keine Zither spielt, sollte unbedingt das nahende Weihnachtsfest zur Gelegenheit nehmen, dieses Instrument zu lernen. Für mich gibt es nichts, das mehr mit der stillen Zeit verknüpft ist, als der Klang von 35 Saiten in Münchener Stimmung. Wer keine Zither auf dem Dachboden liegen hat – zumindest in Bayern kenne ich niemanden, für den das nicht zutrifft – kann sich auf eBay problemlos ein schönes Instrument zulegen, zum Beispiel eine Zither von Joh. Hornsteiner aus Passau, gefertigt zwischen 1903 und 1925. Allein das meditative Stimmen der vielen Saiten lohnt die Investition in dieses Gerät. Darüber hinaus bin ich sicher, dass die Fingerkoordination des Zitherspiels für die geistige Leistungsfähigkeit eine lebensverlängernde Übung ist. Wer regelmäßig Zither spielt, braucht keine Sudokus mehr. Ich glaube, ich ersteigere gleich noch ein paar Zithern und spende sie den Altenheimen meiner Gegend.
Dazu passt als Lektüre neben den unverzichtbaren Noten – ich habe das Spielen mit der Theoretisch-practischen Zitherschule von Friedrich Gutmann, gekauft in der Königlich-Bayerischen Hofmusikalienhandlung in der Weinstraße 4, gelernt – auch Carl Amerys Untergang der Stadt Passau. Dort kommen zwar keine Zithern vor, aber Passau ist in diesem großartigen Roman schließlich auch schon untergegangen.
Was fehlt? Nach dem glanzvollen und klingenden Festmahl bleibt die Aufgabe, das gute Porzellan und das Tafelsilber wieder auf Vordermann zu bringen. Dafür benötigt man selbstverständlich das geeignete Werkzeug. Die Silberpolitur von Hagerty bekommt man in jedem Drogeriemarkt, die zuverlässigen Quellen für Messertücher, mit dem man die Klingen abtrocknet, sind schon lange versiegt. Hier muss man hoffen, dass ab und zu eine Kollektion dieser unentbehrlichen Textilien den Weg in die Onlineauktionsplattformen findet oder sich selbst auf die Flohmärkte machen.
Aber das wäre fast schon ein guter Vorsatz für das neue Jahr: Für jedes Küchenutensil das passende Tuch.
McLuhan’s tetrad-model: four aspects of the effect of media on culture and society. This example Print and the second one Xerox are quoted from “The Global Village” by McLuhan and Powers, Oxford University Press 1989.
The idea of copyright – the right to retain publication of one’s own words – is much younger than other forms of intellectual property laws. Patents to protect the economic exploitation of technological invention, for example, have been granted by the city’s sovereign since the times of ancient Greece. But not sooner than in the 18th century the perceived value added to a society and its economy by the written word would justify a legal concept to aliment writers. The first copyright law clearly formulates this goal in its title: “An Act for the Encouragement of Learning, by vesting the Copies of Printed Books in the Authors or purchasers of such Copies, during the Times therein mentioned“, also called the Statue of Anne.
Yesterday, Bruce Sterling cried out his concern about the future of literature in three Tweets:
“*Economic calamity that hammered music hits literature. The “solution” for writers? There isn’t one.
So literature collapses before our eyes, while the same fate awaits politics, law, medicine, manufacturing… finance and real estate…
Diplomacy, the military… we’re not gonna die of this, but man, the deeper 21st century looks like nothing anyone ever imagined.” (1,2,3)
Man sagt es würde weniger gelesen als früher. Das ist falsch. Niemals wurde so viel gelesen wie heute. Niemals war die Alphabetisierung so weit fortgeschritten. Niemals war die Welt so vollgestopft mit Buchstaben wie heute.
Man sagt es würden weniger Bücher gelesen als früher. Das glaube ich nicht. Verzeichnete der Buchhandel nicht sogar in den Krisenzeiten der letzten 18 Monate steigende Umsätze? Ertrinken die Buchmessen nicht geradezu in Neuerscheinungen? Ist es nicht seit langem Koketterie zu sagen: “Hach, ich habe so viel zu tun. Ich möchte endlich mal wieder ein gutes Buch lesen”?
Aber wenigstens die Klassiker würden nicht mehr gelesen, mag man rufen. Nun ja, vielleicht fühlt sich mancher Literaturwissenschaftler auf den gestrickten Schlips getreten, wenn der Klassiker, über den er in den 1980er Jahren habilitiert hat, inzwischen nicht mehr verkauft. Aber – ist das schade? An sich nicht. Und selbst die Klage, dass niemand mehr dicke Schwarten, sondern alle nur quasischnipselartige Texte konsumierten und Literatur zu Twitteratur und Klitteratur zu verkommen drohe , lässt unberücksichtigt, dass sich in den vergangenen 10 Jahren eine ganze Generation von Jugendlichen durch tausende von Seiten Harry Potter gefressen haben. Und es ist nicht nur die Blockbuster-Literatur, die zuweilen 800-Seiten Marke knackt: Roberto Bolano, David Foster Wallace, Peter Sloterdijk, Uwe Tellkamp – sind das nicht lauter Schreiber, die nicht der leichten Muse zugerechnet werden, die dicke Schinken verfasst haben und damit auch noch erfolgreich sind?
What now, my Kulturpessimist?
Bleibt nur noch ein Feld, das mir in den vergangenen Jahren an Bedeutung verloren zu haben scheint: der unwahrscheinliche Luxus der mehrmaligen Lektüre des selben Buches. Womöglich auch die mehrmalige Lektüre eines belletristischen Werkes. Nicht, um es beim dritten Lesen endlich zu verstehen, nicht um sich auf ein Wiedererkennen zu freuen, wie es die TV-Serien-Junkies zelebrieren, nein – das mehrmalige Lesen, um bei jedem Lesen das selbe Buch als ein anderes kennenzulernen. Das mehrmalige Lesen von Büchern widerspricht so ganz der bulimischen Anhäufung von Information, wie sie an den öffentlichen Hochschulen seit den Bologna-Reformen als Bildungsideal umgesetzt wird. Das mehrmalige Lesen ist nicht an einen äußeren Zweck gebunden. Das mehrfache Lesen desselben Buches reiht nicht Buchrücken an Buchrücken, sondernzerfleddert dieselben.
Das Lebensbuch hat in den vergangenen Jahren ausgedient. An die Stelle der vertieften Erfahrung des Leseerlebnisses ist der Kanon getreten, ob dieser nun von Marcel Reich-Ranicki oder einer der Tages- oder Wochenzeitungen des Landes definiert wird. Nicht ein Buch soll man auf die einsame Insel mitnehmen, sondern einen E-Reader mit hunderten von Büchern. Nicht nutzlos soll man lesen, sondern kanonisierte Klassiker und zwar in Massen und am besten noch solche mit massenhaft vielen Seiten. Pessimist ist, wer denKanon fordert. Denn der Kanon ist immer eine Klage darüber, was leider nicht gelesen wird und doch unbedingt gelesen werden müsste. DemKanon wohnt eine per se defizitorientierte Haltung inne: “Sieh, was Du alles lesen solltest! Sieh her, wie wenig Leseleistung Du erbracht hast. All diese Werke fehlen Dir.”
Lebenszugewandter Optimist ist, wer die Beschränkung empfiehlt. Wer der Verlangsamung frönt. Wer das Lesen als Luxus begreift. Wer dasLesen als Leben erlebt.
Leseempfehlungen auszusprechen ist eine zweischneidige Sache: man gerät leicht in den Ruch sich in die Reihe der imperativen Kanoniker zu gesellen, die da vorzugeben versuchen, aus welchen Zutaten die Lesediät zusammengesetzt sein muss und welche Seitenzahlenkontingente dabei zu berücksichtigen sind.
Guten Gewissens kann man jedoch folgendes empfehlen: nimm Dir mal wieder ein Buch zur Hand, das Du lange nicht gelesen hast und lies es erneut. Und wenn Du Lust hast, dann lies es anschließend gleich noch einmal von vorne. Und falls Dir danach kein besseres Buch zwischen die Finger kommt: dann ließ es doch einfach noch einmal.
Denn: Das ist Langsamkeit. Das ist Luxus. Das ist das Leben.
Pessimismus scheint mir angesichts dieser Möglichkeiten, die im Bücherregal eines jeden schlummern, keinesfalls angemessen zu sein.
P.S.: Welche Bücher ich schon oft und jede Mal wieder mit Gewinn gelesen habe? “Der Maler” von dem australischen Schriftsteller Patrick White und “Weltlicht” von dem isländischen Schriftsteller Halldór Laxness.
Claas Triebel ist Autor und Psychologe. Am 15. Februar ist sein neues Buch “Mobil, flexibel, immer erreichbar – Wenn Freiheit zum Albtraum wird” im Verlag Artemis & Winkler erschienen.
In der Debatte um den Medienwandel und die zukünftige Bedeutung des Internet konnte man in letzter Zeit den Eindruck gewinnen, das Zeitalter des Drucks sei nach 500 Jahren an seinem Ende angekommen. Tatsächlich befinden sich viele Branchen, die von gedruckten Medien leben, seit Beginn des digitalen Zeitalters auf dem Rückzug: Zeitungen, Zeitschriften, Tiefdruck und sogar der Offsetdruck, wie die finanzielle Schieflage in die der Weltmarktführer Heidelberger Druckmaschinen 2009 geriet, eindrucksvoll zeigt.
In den klassische Verfahren ist die Erstellung der Druckformen der größte Aufwand beim Druck – gesetzte Buchseiten, Kupferstiche für die Abbildungen oder heute die Herstellung der Druckwalzen im Offsetdruck. Die Folge: je größer die Auflage, desto günstiger wird der Druckpreis pro Stück. Jeder, der schon einmal etwas hat auf klassische Weise drucken lassen, kennt sinngemäß die Aussage der Druckerei: “ob sie 1000 oder 2000 Stück drucken kostet dasselbe”.
Die Folge: auch hochwertige Bücher, die nur einen kleinen Kreis von Lesern ansprechen werden in Auflagen zu tausenden gedruckt obwohl nur wenige hundert für den vorgesehenen Preis verkauft werden können. Die Restauflage eines Kunstkatalogs, für den seine Käufer bereit sind, 98 Euro zu zahlen, wandert dann für 14,95 ins moderne Antiquariat. Jeder, der einmal ein teures Buch gekauft und wenig später – druckfrisch und orginalverpackt – auf dem Wühltisch bei Weltbild oder Zweitausendeins verramscht findet, wird in Zukunft zweimal überlegen, ob es sich nicht lohnt, etwas zu warten. Aus Marketing-Sicht eine Katastrophe! Und darüber hinaus ist es auch aus ökologischer Sicht bedenklich, ständig Restauflagen zu produzieren, mit giftigen Druckertinten, hohem Energieaufwand und der Menge Papier, die dabei verschwendet werden.
Digitale Druckverfahren wie Laser- oder Tintenstrahldruck bringen Text und Bilder ohne Druckformen aufs Papier, direkt aus der digitalen Datei – einem Pdf, einem Word-Dokument etc.
In den letzten dreißig Jahren hatte sich zunächst der Publikationsprozess an die digitalen Möglichkeiten angepasst. “Desktop Publishing” war das Schlagwort in den achziger Jahren, Database Publishing das der Neunziger und in den letzten zehn Jahren brachte das Internet das Contentmanagement bis hin zum sogenannten “Real Time Publishing”, der Veröffentlichung in “Echtzeit”, unmittelbar und sofort vom Laptop aus auf die Website. Stück für Stück hat sich dadurch das Publizieren von Papier und Druck entfernt.
Digitale Drucktechnik konnte es lange nicht mit dem Offsetdruck aufnehmen – weder an Geschwindigkeit noch an Druckqualität. Doch in der allerletzten Zeit hat sich dies geändert.
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In den letzten Wochen war ich in ein großes Ausstellungsprojekt involviert: Hundert Meisterwerke für Haiti – eine Benefizveranstaltung, die mit Unterstützung der Rotarier in München von unserer Galerie Royal ausgerichtet wurde.
Ein so kurzfristiges Projekt profitiert besonders von den Möglichkeiten des Digitaldrucks. Die Vorbereitungszeit dieser Hilfsaktion ist extrem knapp – den Umständen einer plötzlichen Katastrophe wie dem Erdbeben, dessen Folgen gemildert werden sollen, entsprechend.
Zunächst mussten vierzig namhafte Künstler gefunden werden, die bereit waren, die hundert Kunstwerke beizusteuern. Die Kunstwerke wurden Fotografiert, die Abbildungen bearbeitet und alle in dieselbe Auflösung gebracht. Die korrekte Beschreibung zu jedem Kunstwerk und die Biografie jedes Künstlers musste recherchiert, ein Preis in Verhandlung mit den Künstlern festgelegt und diese Informationen in standardisierter Form in einen begleitenden Text zu jedem Bild verfasst werden. Grafik und Layout wurden gleichzeitig von der Grafikexpertin Gisela Knobel entwickelt, in enger Abstimmung mit dem, auf digitale Produktion spezialisierten Druckdienstleister MSDD, der den Druck- und Postproduktionprozess übernimmt.
Digitale Druckmaschinen wie die hp Indigo, auf der auch der umfangreiche Katalog zur Ausstellung gedruckt wurde, produzieren genauso schnell, wie klassische Druckmaschinen. Unterschiedlichste hochwertige Papiersorten kommen ebenso zum Einsatz, wie Sonderfarben, die für eine realistische und brilliante Reproduktion sorgen.
Die Produktion dieses Kataloges – Erstellung von Bildern, Text, Layout und Druckvorstufe, schließlich Druck, Bindung und Fertigstellung durfte nicht länger als zehn Tage dauern, sonst wäre zur Ausstellung keine gedruckte Publikation vorgelegen. Ein solcher Zeitrahmen wäre im klassischen Druck schlicht unmöglich.
Dabei nutzen wir für diesen Katalog nur einen kleinen Teil der zusätzlichen Möglichkeiten, die Digitaldruck im Vergleich zum klassischen Offsetdruck bietet. Digital gedruckte Bücher können praktisch ohne Zusatzkosten individualisiert hergestellt werden, d. h. jedes Buch genau mit den Inhalten, die der Käufer möchte. Für die Kataloge großer Sammlungen oder Museen könnten aus den bestehenden Inhalten eine Vielzahl von Spezialkatalogen angeboten werden: Didaktische Arbeitshefte für den Unterricht, die z. B. nur eine bestimmte Epoche umfassen, Kataloge, die genau die aktuelle Hängung berücksichtigen, d. h. die Kunstwerke genau in der Reihenfolge zeigen, in der die Besucher der Ausstellung sie in den Räumen vorfinden – der Kreativität sin d hier keine Grenzen gesetzt. Und die Kataloge könnten immer auch die neusten Anschaffungen der Sammlung berücksichtigen – sie würden nie veralten.
Bücher sind praktisch, sie brauchen keinen Strom, sind ziemlich Robust, sie stürzen nie ab und sind bei guter Pflege auch nach Jahrhunderten noch gut lesbar. Die Materialität verleiht den Büchern ihre angenehme, haptische Qualität – sie liegen gut in der Hand. Gedruckte Bilder besitzen eine Auflösung und Farbwiedergabe, die Bildschirme heute und vermutlich noch lange in die Zukunft nicht erreichen können. Und doch schienen die Bücher durch die Geschwindigkeit und leichte Verfügbarkeit des digitalen Publishing, vor allem im Internet, plötzlich veraltet, langsam und träge.
Digitaldruck wurde bisher vor allem für Akzidenzdrucksachen eingesetzt – personalisierte Webemailings, Prospekte, Visitenkarten und so weiter. Heute kann digitale Produktion den Buchdruck revolutionieren – das Buch von den Fesseln seiner Produktion befreien und ihm Flügel verleihen, wie Amor der Schildkröte auf unserem Emblem!
RJonathan: – Ein Kriterium, “private, nicht-kommerzielle Nutzung” einzuräumen, ist also überhaupt nicht... jbenno: @björn sehr interessanter Punkt! Das “Original” ist genau das zum “Schöpfer-Künstler... Björn Grau: Wie immer ein wunderbar klarer und ruhiger Text von Dir. Nur an einem Punkt will ich widersprechen:... sabria david: Wenn die Autoren, Künstler und Musiker wenigstens von ihrer Ware leben könnten, dann gäbe es ja... Stephan Naumann: Zum Thema Kulturindustrie fand ich den Artikel hier sehr gut: http://www.brandeins.de/mag...